Wochenendlager der Wölflinge in Hard 11. - 12.11.2017

 

„Wer läuft da über Stock und Stein? Es kann doch nur ein Wölfling sein!“

 

Am Samstag, den 11.11.2017 ging bei uns nicht der Fasching, sondern unser erstes Wochenendlager des Pfadijahres 2017/2018 los. Wir trafen uns um 13:00 Uhr bei der Senderbrücke, verfrachteten unser Großgepäck ins Pfadibüsle und schon marschierten wir los. Unser Ziel? Das ca. 6 km entfernte Pfadiheim in Hard. Für die einen war es ein gemütlicher Spaziergang, für die anderen war es eine der ersten „großen“ Wanderungen ohne Mama und Papa – und das auch noch bei zeitweisem Regen. Der Weg wurde jedoch mit Bravour gemeistert, schlussendlich sind doch alle im Ziel angekommen ;)

 

Hermann ist mit unserem Gepäck schon voraus gefahren und hat im Heim alles vorbereitet, damit wir dann gleich loslegen könnten. Als erste Aufgabe galt es, die Schüssel mit Kürbiscremesuppe zu leeren, damit wir wieder gestärkt weitermachen konnten J

Nach dieser kurzen Pause ging es schon ans Zimmerbeziehen und Bett herrichten, damit wir nach unserem Programm am Abend einfach nur noch reinfallen mussten. Gesagt, getan, waren die Jungs schon auf die Räume aufgeteilt und es wurden Isomatten aufgeblasen, Schlafsäcke ausgerollt und Kuscheltiere positioniert, damit auch die einen tollen Platz bekamen. Anschließend sammelten wir uns wieder im großen Aufenthaltsraum, um unsre doch etwas erschöpften Knochen durch ein paar Minuten Yoga wieder aufzulockern. Unsere Wölflinge Jakob und Simon haben sich gleich dazu bereit erklärt, uns zu zeigen, wie man das richtig macht, da sie die Übungen schon von der Schule kannten – sehr cool!

Als wir alle wieder entspannt und bereit für den nächsten Programmpunkt waren, bekam jeder ein Blatt und wir zeichneten, bis Hermann uns unser wohlverdientes Abendessen servierte. Man könnte jetzt sagen „was, schon wieder was zu essen?“. Unsere Wölflinge schienen die Suppe vom Nachmittag anscheinend völlig vergessen zu haben und schaufelten die Wurstnudeln hinunter, als hätten sie seit Tagen nichts mehr bekommen.

Als alle Töpfe und Pfannen leergefuttert waren, ging es nach einer kurzen Pause auch schon direkt in unsere Basteleinheit. Für die Waldweihnacht sollte jeder Pfadi ein kleines Geschenk mitbringen, die WiWö haben hierfür die Aufgabe, Drahtsterne zu basteln. Man nimmt eine Kartonvorlage (ein Stern, ein Herz, ein Tannenbauhm, etc) und wickelt ganz viel Draht rundum, wichtig ist hier, dass die Form noch zu erkennen ist, da der Karton später ausgebrannt wird, damit nur noch die Drahtfigur zu sehen ist. Leider war unser Draht etwas dick und die Wölflinge (aber auch teilweise die Leiter) zu schwach, den Draht richtig zu biegen. Das Ergebnis kann auf der Waldweihnacht bestaunt werden, wenn die Wölflinge ihre moderne Kunst präsentieren! ;)

Nach der vielen frischen Luft und dem Kraftakt bei den Drahtsternen waren doch einige schon ziemlich müde und es kam auch öfters die Frage „Wann dürfen wir denn endlich ins Bett?“, weshalb wir die Jungs um 21:45 Uhr ins Bett schickten. Es war noch ein paar Minuten Radau, doch der legte sich relativ bald und es war still im Harder Pfadiheim.

 

Am Sonntag gings um 08:00 Uhr erst mal mit einem erholsamen Frühstück los. Die Wölflinge waren schon fleißig und hatten ihre Sachen mehr oder weniger fix fertig gepackt (Kunststück, wenn man schon seit 05:00 Uhr wach ist), somit konnten wir den Vormittag mit unserer zweiten Basteleinheit füllen: Winddrachen basteln.

Aus ganz einfachen Materialien wie einem Plastiksack, ein paar Bambusstecken, Klebeband und Schnur durfte jeder seinen eigenen Winddrachen machen, den wir dann natürlich auch steigen lassen wollten. Als alle fertiggebastelt hatten (es dauert doch etwas, bis wirklich alle mit allem fertig waren), zogen wir unsere Schuhe und Jacken an und marschierten los zum Bodenseeufer, wo eine große Wiese der ideale Ort war, um unser Vorhaben in die Tat umzusetzen – natürlich gab’s davor noch ein tolles Mittagessen ;).

Am See angekommen, kam leider die Ernüchterung: oje, kein Wind! Da nützen einem leider die schönsten Drachen nichts, wenn kein Lüftchen geht.. Hin und wieder kam zwischendurch mal eine kleine Böe, die gleich genutzt wurde, um zu sehen, ob die Drachen auch wirklich fliegen können? Den einen oder anderen durften wir vom Boden aus in die Lüfte steigen sehen, allerdings nur ganz, ganz kurz, dann segelte er auch schon wieder nach unten. Schade, dass es hier nicht so ganz geklappt hatte, wie wir uns das dachten, Spaß hat es aber trotzdem gemacht J

 

Nach der ganzen Action marschierten wir auch schon wieder in Richtung Pfadiheim, unsere gemeinsame Zeit war nämlich schon um. Wir kamen gerade noch pünktlich wieder an, denn einige Eltern waren schon da und warteten ganz ungeduldig – einige der Jungs waren ja das erste mal über Nacht weg, das ist schon was besonderes J

 

Auch wenn an diesem Wochenende nicht alles ganz so geklappt hat, wie wir das geplant hatten, waren es doch zwei lustige Tage mit unserer Wölflings-Mannschaft und ich freue mich schon auf das nächste Lager J

 

So gut ich kann,

Betty